Unternehmen Ernährungswirtschaft MV

In Ihrem Unternehmen gibt es in der Regel viele Möglichkeiten die Effizienz zu steigern und Energiekosten einzusparen. Nachfolgend haben wir einige beispielhafte Maßnahmen für Ihre Branche zusammengestellt. Unsere Technischen Berater stehen Ihnen gerne für einen Termin direkt in Ihrem Haus zur Verfügung.

 

Optimierung der Beleuchtung

Durch energieeffiziente und technische Optimierungen beim Licht kann der Energiekostenanteil für die Beleuchtung in Handwerk, Gewerbe und Industrie um 70 Prozent gesenkt werden.

  • Verbesserung der Lichtlenkung, Tageslichtnutzung z. B. durch die Nachrüstung von Reflektoren
  • Installation von Präsenzmeldern und Helligkeitssensoren
  • Energieoptimierte Farbkonzepte
  • Optimierung der Ausleuchtung und Reduzierung der Streuverluste
  • Installation von elektronischen Vorschaltgeräten (EVG)
  • Umrüstung auf LED-Leuchten bzw. Leuchtmittel

Maßnahmen

Bewegungsmelder in wenig frequentierten Räumen
Lohnt sich: Immer
Ersparnis: 20-80%
Bemerkung: Ersparnis je nach Raumnutzung

Lichtlenkung verbessern: Reflektoren nachrüsten
Lohnt sich: Bei hohe Räumen
Ersparnis: 30-50%
Bemerkung: Je nach Raumnutzung

Zeitschaltuhren
Lohnt sich: Gelegentlich
Ersparnis: 20-80%
Bemerkung: Je nach Raumnutzung

Wände und Decke weiß streichen
Lohnt sich: Bei Renovierung
Ersparnis: Bis zu 50%
Bemerkung: Je nach Ist-Zustand

Lampenhöhe reduzieren
Lohnt sich: Bei hohen Räumen
Ersparnis: 20% und mehr
Bemerkung: Je nach Raumhöhe

Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) anbringen
Lohnt sich: Immer
Ersparnis: 20-25%
Bemerkung: Leuchtstofflampe hält länger, lässt sich nun dimmen

Tageslichtsensoren mit Dimmer anbringen
Lohnt sich: Immer
Ersparnis: 10-30%
Bemerkung: Je nach Raum- und Fenstergröße

Leuchten Erneuern: T5-Leuchtstoffröhren nutzen
Lohnt sich: Immer
Ersparnis: 20-23%
Bemerkung: Evtl. Adapter nötig. Erhöhte Lebensdauer, kein Flackern

Datenquelle: Energieagentur NRW


Optimierung der Heizungsanlage

Selbst ohne bauliche Änderungen lässt sich bei der Wärmeversorgung von Gebäuden Energie sparen, nämlich durch die Optimierung bestehender Heizsysteme. Dies kann mittels optimierter Regelungseinstellungen, Leistungsanpassungen und Begrenzung der Bereitschafts- und Betriebsverluste erfolgen.

Weiteres Einsparpotenzial lässt sich folgender Maßnahmen erschließen:

  • Auswertung der Verbräuche mittels systemgenauer Abrechnungen
  • Austausch ineffizienter Komponenten, wie z. B. Wärmetauscher, Umwälzpumpen, Regelventile und Rohrleitungen einschließlich Wärmedämmungen
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs der Teil- und Gesamtsysteme
  • Anpassung der Wärmeübertragerflächen an den Bedarf und das wirtschaftlichste Temperaturniveau

Allein durch den Einsatz von geregelten Hocheffizienzpumpen kann der Stromverbrauch, der für den Betrieb der Heizungs- und Umwälzpumpenanlage notwendig ist, um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Zusätzlich verbessert sich durch die Optimierung der Heizungsanlage die Behaglichkeit im Gebäude.


Optimierung von Kälteanlagen

Die Erzeugung gewerblicher Kälte für Produktions- und Transportprozesse ist sehr energie- und kostenintensiv. Hierbei gilt es, das Kühlraumvolumen, die Kälteleistung und die Isolierung der Kühlräume periodischen Prüfungen zu unterziehen. Weiterhin effizienzsteigernd wirken die Ausnutzung natürlicher Wärmesenken zur Vorkühlung bzw. die Wärmerückgewinnung aus der Kondensation des Kältemittels, z. B. zur Warmwassererwärmung.


Überprüfung von Drucklufterzeugung und -nutzung

Die Notwendigkeit Antriebsenergie in Form von komprimierter Luft zu transportieren ist in Anbetracht des geringen Wirkungsgrades der Verdichtung, der hohen Wärmeentwicklung und der hohen Druckverluste beim Transport kritisch zu hinterfragen und ggf. durch effizientere, z. B. elektrische direkt wirkende Alternativen zu reduzieren.


Wärmeträger / Kraftwärmekopplung

Der Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) besteht in der gleichzeitigen Bereitstellung von Strom und Wärme. Möglich wird dies durch eine Nutzung der bei der Stromerzeugung entstehenden Wärme.

Denn bei der herkömmlichen Umwandlung von Primärenergien (Erdgas, Heizöl, Kohle) in Strom, werden in der Regel nur etwa 35 Prozent genutzt. Dieser Wirkungsgrad lässt sich mit Hilfe der KWK auf über 90 Prozent erhöhen. Gleichzeitig werden – insbesondere bei Nutzung erneuerbare Energien – Schadstoffemissionen reduziert. Für die Versorgung von Gewerbebetrieben bieten sich dann insbesondere Blockheizkraftwerke (BHKW) an, wenn gleichzeitig zum Wärmebedarf, z. B. für Heizung, Warmwasser und Prozesswärme auch ein hoher Eigenstrombedarf vorliegt. Über den eigenen Strombedarf hinausgehende Erzeugung kann, je nach genutztem Energieträger der BHKW-Anlage, bei der Einspeisung in das öffentliche Stromnetz vergütet werden.


Energieeffiziente Bürotechnik

Bei der Neuanschaffung von Geräten wie PC, Monitoren, Druckern etc. sollte neben der notwendigen Funktionalität und dem Anschaffungspreis auch der dauerhafte Energieverbrauch ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung sein. Dieser ist nämlich entscheidend für die Energiekosten, die über die gesamte Lebensdauer der Gerätenutzung im Unternehmen anfallen. Z. B. könnten hier sparsamere Geräte wie Mini-PCs oder Notebooks berücksichtigt werden. Zusätzlich sollten Neugeräte über ein Energiemanagement-System verfügen, bei dem sich Bildschirm und Festplatte automatisch abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Aber beachten Sie bitte: Über die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs und der klimaschädlichen Treibhausgase fallen nicht im Betrieb, sondern bei der Neuproduktion und der Entsorgung von Geräten wie z. B. Notebooks an. Deshalb gilt: Geräte die da sind, sollten so intensiv und lange wie möglich genutzt werden.


Mitarbeitersensibilisierung

Die jeweiligen Gerätenutzer können den Verbrauch von Geräten und Anlagen aktiv mitgestalten. Animieren Sie Ihre Kollegen und Mitarbeiter also entsprechend zum Energiesparen und machen Sie auf Einsparpotenziale aufmerksam. Geräte wie PC, Monitor und Drucker gehören zum Feierabend und insbesondere vor dem Wochenende abgestellt. Das gleiche gilt für die Raumheizung.

Achtung, auch im Leerlauf läuft der Zähler: Allein der Bereitschafts- und Aus-Zustand sorgt in Deutschland jedes Jahr schätzungsweise für einen Energieverbrauch von 22 Milliarden Kilowattstunden. Hier helfen Steckerleisten oder die Einbindung aller Geräte in ein zentral gesteuertes Netzwerk welches automatisch die Abschaltung veranlasst, sobald diese nicht in Gebrauch sind.

Zur Erfolgskontrolle und Motivation sollten die vorab registrierten Energieverbräuche ebenso wie die Energieeinsparungen in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.